Im zweiten Teil unserer “Agorapulse Expertenrunde” stellen wir Fragen an Franziska Hendreschke vom Medienhaus Deutschlandfunk Nova.

Franziska ist bei Deutschlandfunk Nova für alles rund um das Thema Social Media verantwortlich. Maßgeblich geht es hierbei um Inhalte für Social Media und die NutzerInnen dort zu adaptieren, die richtige Sprache zu finden und zu informieren. Sie beschäftigt sich vor allem damit, Radio-Inhalte an die verschiedenen Social-Media-Channels anzupassen, und hier den richtigen Ton zu finden.

Zusammen mit ihrem Team gelingt ihr dies wie nur wenigen anderen. Das Team informiert nicht nur im Radio, sondern ebenso im täglichen Podcast und über den erfolgreichen Instagram-Account.

Welches sind deine Top 3 Social-Media-Metriken? Welche sind in jedem Reporting?

Wachstum, Engagement-Rate (und Konversations-Rate), Click-Through-Rate (für Stories).

Welches waren die größten Herausforderungen 2020 und wie haben du und dein Team diese gemeistert?

Im Frühjahr 2020 mussten wir wie viele andere komplett auf Homeoffice umstellen – und das in einer Zeit, in der einige neue Kolleginnen und Kollegen ins Team gekommen sind. Unter diesen Rahmenbedingungen ein Teamgefühl zu schaffen und zu erhalten, gemeinsame Leitlinien zu etablieren und Content „aus einer Hand“ zu produzieren, war nicht immer einfach. Aber ich glaube, es ist uns gelungen. Heute diskutieren und lachen Teammitglieder in Videokonferenzen ohne Hemmungen miteinander – obwohl sie sich noch nie im realen Leben getroffen haben. Das macht mich auch ein bisschen stolz.

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Was hat sich in deinem Arbeitsalltag durch Corona verändert?

Der persönliche Austausch mit meinem Team hat sich stark verändert. Wir kommunizieren aktuell viel über Chat oder Telefon. Das ist absolut machbar, hat mir aber auch deutlich vor Augen geführt, wie sehr ich das direkte Miteinander schätze, wie sehr es Kreativität ankurbelt und Entwicklungen anstößt.

Womit verbringst du im Arbeitsalltag am meisten Zeit?

Die meiste Zeit widme ich glücklicherweise Inhalten. Wir stimmen täglich ab, welche Themen sich in welcher Aufbereitung für welches Netzwerk anbieten. Dadurch wollen wir Content schaffen, der für unsere Nutzer*innen wirklich relevant ist. Dass die Posts und Stories eine hohe journalistische Qualität haben, ist uns dabei genauso wichtig wie, dass sie gut konsumierbar sind.

Damit das am Ende alles zusammenkommt, braucht es eben auch Zeit.

Was ist dein Top-Learning des vergangenen Jahres?

Es ist extrem wichtig zuzuhören! Zu Beginn der Corona-Pandemie haben wir unsere Community gefragt, welche Fragen sie bewegen – egal ob medizinischer, arbeitsrechtlicher oder psychologischer Natur. Gemeinsam mit den unterschiedlichsten Expert*innen haben wir diese Fragen dann beantwortet und so „ganz nebenbei“ noch viele andere Nutzer*innen mit Wissen versorgt.

Wie läuft Community-Management bei euch ab? Welche Rolle haben hierbei Tools?

Community Management hat für Deutschlandfunk Nova einen sehr hohen Stellenwert.

Wir lesen JEDEN Kommentar, gehen mindestens auf jede Frage und Kritik der Nutzer*innen ein, versuchen aber auch abseits davon, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Um einen guten Überblick über die verschiedenen Kommentare zu behalten und vor allem auch ein Gefühl dafür zu bekommen, wohin sich eine Diskussion entwickelt, nutzen wir swat.io.

Social Media bietet uns und den Nutzer*innen eine Möglichkeit extrem schnell in Austausch zu kommen. Gerade für journalistische Medien liegt hier ein großes Potential.

Durch den Input können wir die Themen und Fragen ausmachen, die unsere Community und die Nutzer*innen wirklich interessieren und unseren Content schnell verbessern.

Vielen Dank, Franziska Hendreschke!

Ps.: Wir von Agorapulse können nur unterstreichen was Franziska im Interview sagte. Regelmäßiges Community-Management ist unabdinglich. Gutes Community-Management ist eine echte Chance für viele Unternehmen. Sollten Sie noch kein Social-Media-Management Tool im Einsatz haben, testen Sie unseres gerne!