Weltweit zählen 4,5 Milliarden Menschen zu den aktiven Social-Media-Nutzer:innen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um unglaubliche 13% gestiegen. Für Unternehmen ist Social auch im deutschsprachigen Raum längst ein Sprachrohr zu Konsument:innen und oft einer der Grundpfeiler für Umsatz. 

Wir haben das zum Anlass genommen 220.000 Posts – die im DACH-Raum zwischen Juni und September 2021 veröffentlicht wurden – zu analysieren.  

Methodik und Ziel der Studie

Die Studie umfasst Posts der Netzwerke Instagram, Facebook, Twitter und LinkedIn von Business-Accounts. Hierbei sind die jeweiligen Netzwerke unterschiedlich stark vertreten. Bei der Vielzahl der tatsächlich veröffentlichten Beiträge auf den analysierten Netzwerken, ist die vergleichsweise geringe Anzahl von 220.000 als Stichprobe zu sehen, nicht als allgemeingültiges Datenset. 

Genug Geplänkel! Ab in die Daten! 

Too long; didn’t read – Die wichtigsten Punkte vorab

In der Analyse von 220.000 Posts konnten wir folgendes herausfinden: 

  • Instagram hat die Nase vorn 
  • An Wochenenden wird wenig gepostet, jedoch viel interagiert
  • 2/3 der Posts sind Instagram Fotos, Carousels liegen aber bei den Interaktionen vorn 

Darüber hinaus haben wir aber noch einiges mehr an “Datenfutter”. Das finden Sie hier im Artikel und noch tiefgehender im kostenfreien Report, den Sie hier herunterladen können. 

Engagement auf den Netzwerken – Instagram hat die Nase weit vorn 

Auch wenn die durchschnittliche Anzahl der Interaktionen auf der y-Achse zu finden sind, ignorieren Sie diese erst einmal. Diese Anzahl ist stark abhängig vom jeweiligen Datenset. 

Viel wichtiger ist unser Finding: Instagram ist “King of Engagement” – auch in 2021. 

Auf Facebook wird im Vergleich pro Post deutlich weniger interagiert, auf Twitter und LinkedIn noch wesentlich weniger. Klar, Twitter und Deutschland sind so eine Sache.

Takeaway für Sie: Instagram ist das interaktionsstärkste der vier analysierten Netzwerke!  

Am Wochenende wird weniger gepostet – aber mehr interagiert 

Werfen wir zunächst einen Blick auf die linke Grafik. Die Anzahl der veröffentlichten Posts sind während der Woche fast gleichbleibend, am Wochenende sinkt die Anzahl deutlich. 

Der Blick zur rechten Grafik zeigt das aber eigentlich Entscheidende. Während Unternehmen an Wochenenden weniger posten, ist das Engagement am Wochenende höher. 

Auf der Couch und keine Termine. Am Wochenende können die meisten abschalten – und das mit dem Handy, vorzugsweise auf Instagram. Denn die Daten zeigen uns, hier ist der Unterschied am größten. 

Takeaway für Sie: Analysieren Sie kontinuierlich wann ihre Follower:innen aktiv sind und passen Sie sich an ihre Community an. Verändern Sie Ihr Posting-Verhalten hin und wieder und planen Sie Beiträge im Voraus. 

Wann wird gepostet? Vor allem am späten Nachmittag. 

Weiterhin hat uns in der Analyse der 220.000 Posts interessiert, wann im Laufe des Tages hauptsächlich gepostet wird. Gerade die Kurven von Facebook und Instagram zeigen, dass vor allem der Vor- und Nachmittag beliebt für Veröffentlichungen sind. Während der Bürozeiten scheinen generell mehr Postings online zu gehen. Interessant!   

Für deutsche Verhältnisse ist die Anzahl der Veröffentlichungen auf Twitter ziemlich hoch, denn der Kurznachrichtendienst wird in anderen Ländern deutlich stärker genutzt als bei uns im DACH-Markt. Die vergleichsweise hohe Anzahl der Tweets liegt aber mit großer Wahrscheinlichkeit an unserem Datenset, denn Social Media affine Nutzer:innen von Agorapulse nutzen Twitter im Schnitt sicher mehr als der Durchschnitt der Deutschen. 

Peaks in den Postingzeiten heißen jedoch nicht zwangsläufig, dass Veröffentlichungen hier am besten performen. Hier veröffentlichen Business-Accounts mehr Posts als zu anderen Zeiten. 

Ob das zu mehr oder weniger Interaktionen führt, gilt es in jedem speziellen Fall herauszufinden. Zu welchem Zeitpunkt Posts am besten performen finden Sie entweder in der Insights-Section des jeweiligen Netzwerks heraus, oder in der Analyse- oder Reporting-Sektion ihres Social-Media-Tools. 

Takeaway für Sie: Schauen Sie in die Insights der jeweiligen Netzwerke und adaptieren Sie Zeitpunkte der Veröffentlichung. Hierfür sind die Scheduling-Funktionen von Social-Media-Tools äußerst hilfreich. 

Neben dem Vergleich zwischen den vier analysierten Netzwerken, haben wir ebenfalls netzwerkspezifische Daten ausgewertet. Hier können wir genauer schauen welche Inhalte auf welchem Netzwerk veröffentlicht werden und wie diese performen. 

Instagram: Fotos machen nach wie vor ⅔ aller Posts aus 

Mit dem Teilen von Fotos begann die Erfolgsstory von Instagram im Oktober 2010. In den letzten elf Jahren hat Instagram jedoch eine Vielzahl neuer Features ins Leben gerufen: Carousels, Videos, IGTVs, Reels, Stories – nur um eine Handvoll zu nennen. Wir haben die präsentesten Post-Typen aus dem Feed genauer unter die Lupe genommen. 

Hier wurde in der Analyse ersichtlich: Fotos sind mit 75% noch immer vorherrschend auf Instagram. 

Doch für Marketer ist es wichtiger zu verstehen, wie welcher Post-Typ performt. Aus diesem Grund haben wir uns das Engagement der jeweiligen Post-Typen angeschaut. 

Im Übrigen haben wir das in unserem brandneuen Report ebenfalls für die Netzwerke Facebook, Twitter und LinkedIn für Sie analysiert. Laden Sie den kompletten Report hier herunter! 

Carousels-Posts auf Instagram – der Engagement-Bringer!

Unsere Analyse zeigt deutlich, dass Karussell-Posts am besten performen. Fotos sind auf dem zweiten Platz und Videos auf dem letzten der drei. 

Auch hier wieder der Hinweis: Unsere Studie kann keine allgemeingültige Aussage treffen. In Ihrer speziellen Community könnte das Ergebnis ein anderes sein. Analysieren Sie also! 

Ist die Erhöhung von”Engagement” also gerade Ziel ihres Marketings und demnach ihre Social-Media-KPI sein, nutzen Sie mehr Carousels! Sollten auch bei Ihnen Carousel-Posts besser performen als Fotos, wäre es sinnvoll künftig mehr dieser Posts zu veröffentlichen. All das verraten Ihnen Daten! 

Carousels bedeuten natürlich auch, dass Sie mehr Content benötigen. Da dies oft ein Engpass im Unternehmen ist, da die Erstellung von Inhalten viel Ressourcen aufwendet, heißt es oft pragmatische Lösungen finden. Hier bietet es sich an mit Vorlagen zu arbeiten, die ihr Social-Media-Team selbst gestalten kann und sich dennoch an die CI ihrer Marke oder ihres Kunden zu halten. Hierfür können wir Canva empfehlen! 

Unser Partner Canva ermöglicht es Teams schnell und einfach tolle Grafiken zu erstellen und so Ihre Instagram-Strategie eine Ecke diverser zu machen. Dank unserer Partnerschaft können Sie das übrigens auch direkt in Agorapulse

Schauen wir uns LinkedIn an. Mit inzwischen 17 Million Nutzer:innen in DACH, hat sich LinkedIn zur #1 Business-Plattform in DACH gemausert. 

Fast 90% aller von uns analysierten Posts* sind Links oder Fotos. Videos und Text machen im Umkehrschluss also nicht einmal 10% aus. 

Soweit so gut, aber auch hier ist es entscheidender zu verstehen, wie welcher Post-Typ performt. Nur so erhalten Sie wertvollen Input für Ihre Strategie. Daten hierzu finden Sie in unserem Report, den Sie hier kostenfrei herunterladen können.  

Spoiler-Alert: Links suck! 

*Durch Limitierung der LinkedIn API ist es Tools wie Agorapulse nicht möglich Dokumente (pdf, pptx etc) via Agorapulse zu veröffentlichen. Dadurch kann dieser Post-Type nicht Teil unserer Analyse sein. 

Schon gespannt auf unsere nächste Studie? Wir von Agorapulse sind es jedenfalls!  

Sind wir also gespannt ob schon bald weniger Links gepostet werden, oder Wochenenden sich als Veröffentlichungszeitpunkt steigender Beliebtheit erfreuen. 

Aus genau diesem Grund sammeln wir fleißig weiter Daten und teilen diese schon bald wieder mit Ihnen.



 

Leseempfehlungen vom Agorapulse Team 

Zuhören lohnt – darum sollte Social-Listening Teil deiner Strategie sein 

Wie Sie Influencer ideal – auch für B2B – nutzen, Infos in unserem Influencer-Marketing-Leitfaden

Einige Tipps zu besseren Instagram Stories mehr Views, höherem Reach und mehr Interaktionen

Social-Media-Tracking funktioniert mit Hilfe von UTMs – lernen Sie diese einzusetzen